"Zukunftsbranche Landwirtschaft - Herausforderungen, Strategien und Trends in der Digitalisierung"

Informationsabend am 14.03.2016

Ohne Computer geht es in der Landwirtschaft schon lange nicht mehr. Doch das ist noch lange nicht das Ende der digitalen Fahnenstange. Die Digitalisierung hält auf den Höfen immer mehr Einzug. Welche Herausforderungen, Strategien und Trends die Digitalisierung in der Landwirtschaft mit sich bringt, darüber informierten sich 100 Landwirte auf Einladung der Raiffeisenbank Erding. Prof. Dr. Johannes Holzer von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Weidenbach beleuchtete verschiedene Aspekte.
Live dabei waren die Gäste nicht nur vor Ort, sondern auch mittels eines kleinen Gerätes – ähnlich eines Taschenrechners. Damit konnten die Teilnehmer zu verschiedenen Themen online abstimmen. Was nervt Sie als Betriebsleiter am meisten? Sind es die steigenden Preise für Produktionsmittel oder doch eher die Pachtpreise? Das waren nur zwei von sechs Voting-Varianten.
Ob sie für das vergangene Jahr einen Kontrakt für Eiweißfuttermittel abgeschlossen haben, konnten die Landwirte ebenfalls mit ja oder nein auf dem Stimmkästchen beantworten.   
Wissen wollte Prof. Dr. Holzer auch, wo die Bauern die aktuelle Brennpunkte in der Landwirtschaft sehen. Zur Möglichkeit standen Klimawandel, Tierwohl, Strukturwandel, Umweltschutz, Image und die Zukunft von Osteuropa. Eine Rolle spielte auch die Vermarktung von Getreide. Welche Strategie ist in der modernen Zeit die richtige? Die Landwirte wählten zwischen Verkauf in der Ernte, Einlagerung, Verkauf über Vorkontrakte, der Strategie abhängig vom Preis oder dem Splitting als Strategie. Dabei waren die Ergebnisse noch bunt gemischt. Es kristallisierte sich jedoch heraus, dass die modernen Absatzmöglichkeiten immer stärker nachgefragt werden.
Wie komplex das Thema globale Landwirtschaft mittlerweile geworden ist, wurde immer deutlicher. Der Experte empfahl den Bauern, Herausforderungen anzunehmen, eine individuelle Strategie zu entwickeln und sich aber auch der Verantwortung des Landwirts für die Allgemeinheit bewusst zu werden.
Zusätzlich gab Holzer noch einen Ausblick für die Landwirtschaft bis 2030 in Bezug auf Klimawandel, Neid, Strukturwandel, Tierwohl, Umweltschutz, Image und der Zukunft Osteuropas sowie weltweite Trends und Auswirkungen durch das Bevölkerungswachstum, den steigenden Fleischkonsum, Hungerrevolten oder Ernährungskrisen.
Auch für Insider vorhersehbare Preisentwicklungen und die gegenseitigen Abhängigkeiten
von Palmölpreisen, Rapspreisen und Sojapreisen wurden erklärt.
Zum Abschluss stärkten sich die Teilnehmer an einem Buffet und ließen den Abend bei Fachgesprächen ausklingen. do

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