Spar-Tipps vom Börsenexperten

Kundenveranstaltung "Die Welt ist eine Börse" am 23.10.2017

Freuten sich über die gelungene Veranstaltung (v.l.): Jochen Matthes (Union Investment), Referent Markus Gürne ("Börse vor acht"), Cineplex-Leiterin Veronika Fläxl, Raiffeisenbank-Vorstand Christian Berther und Albert Sellmayer, Eigentümer der Cineplex-Immobilie.

Erding – Die Welt ist eine Börse, davon ist Markus Gürne überzeugt. Doch wie hängen politische Ereignisse mit der Wirtschaft zusammen? Und welche Auswirkungen hat das auf die globalen Finanzmärkte? Darüber referierte der ARD-Börsenspezialist bei der gleichnamigen Kundenveranstaltung der Raiffeisenbank Erding in Zusammenarbeit mit Union Investment. Besonderes Thema, besonderer Ort dachte sich die Bank und lud ins Cineplex Kino Erding ein. Vorstandsvorsitzender Christian Berther und Kinochefin Veronika Fläxl begrüßten die rund 170 geladenen Kunden. Dort, wo früher das Raiffeisenlagerhaus war, steht jetzt seit 17 Jahren das Kino. „Wir freuen uns, als Mittelständler in der Region für die Region zu arbeiten“, freute sich Fläxl. Jährlich kommen rund 350 000 Besucher ins Erdinger Cineplex. „Und mit Ihnen sind es jetzt noch ein paar mehr“, sagte die Kinochefin charmant. Die große Kinoleinwand benötigte Redner Gürne für seinen Vortrag kaum. Er zeigt lediglich Weltkarten, auf denen verschiedene Länder – je nach Bedeutung und Einfluss – hervorgehoben wurden. Ansonsten gab es statt Komödie oder Thriller - wie sonst im Kino üblich - wertvolle Informationen über das weltpolitische Geschehen.
Moderator Gürnes Credo bei seiner Fernsehsendung „Börse vor acht“ lautet: Börse so zu erklären, dass es auch „Erna Klawudke aus Gelsenkirchen-Süd versteht“. So einfach war es jetzt im Cineplex nicht, denn es war schon die Aufmerksamkeit der Zuhörer gefordert, um die mächtigen Einflüsse der vier Pole USA, Russland, Indien und China zu verstehen.
Eines aber ist für den studierten Juristen klar: „Friede, Freiheit und Sicherheit sind die Grundlage und das Fundament für Wohlstand.“ Was aber heißt das wirtschaftlich und finanzpolitisch? Wie aber kann man sein Geld in nahezu zinsfreien Zeiten noch gewinnbringend anlegen? Ein Patentrezept hatte Gürne nicht parat. „Wir sind ein Land voller Sparer. Wir müssen nun anders sparen“, meinte er. Fonds seien eine Alternative. Ein entscheidender Faktor ist hier neben dem Geld die Zeit. „Mein Tipp: Schauen Sie Nachrichten und erstellen Sie sich einen persönlichen Bilderrahmen. Was mögen Sie und was nicht? Dann gehen Sie zu Ihrer Bank“, gab er den Zuhörern mit auf dem Weg. Der Deutsche Aktienindex (DAX), der derzeit bei rund 13 000 Punkten ist, wird nach Gürnes Meinung auf 20 000 Punkte steigen. „Die Frage ist nur, ob in zehn oder in zwölf Jahren“, sagte der 46-Jährige. „Sind Nachrichten überhaupt objektiv?“, wollte ein Zuhörer wissen. Gürne sieht bei der Berichterstattung oftmals eine Gefahr, dass Bericht und Kommentar ineinander verschmelzen. „Das größte Problem aber ist das Smartphone. Jeder kann senden“, kritisierte er.
Den ersten Höhenflug gab es anschließend für alle Gäste, ohne gleich zu investieren. Denn extra für diesen Abend öffnete die Sky-Bar. David Ritter und sein Team sorgten für ein glänzendes Event. Musikalisch unterhielten „Blackjack“. (OD)